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Enisa macht bei KOKO Karriere

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1992 kam Enisa Delic mit ihrer Mutter von Kroatien nach Österreich. Bei KOKO legte sie eine beispiellose Karriere hin. Von der Reinigungskraft zur Pädagogin.

Der 1. Juni ist für Enisa Delic ein Glückstag. Es ist nämlich nicht nur ihr Geburtstag, im vergangenen Jahr war er obendrein ein ganz besonderer Tag. Sie beendete mit Erfolg ihre Ausbildung zur Pädagogin und bekam obendrein die Zusicherung, in Zukunft als pädagogische Betreuerin in der KOKO-Einrichtung „Löwenzahn“ im Salzburger Stadtteil Itzling zu arbeiten. „Im August 2018 habe ich dann mit meiner neuen Aufgabe begonnen“, erzählt die 42-jährige Mitarbeiterin.

Der Weg dorthin war nicht immer einfach. Enisa übersiedelte 1992 mit ihrer Mutter aus dem kroatischen Rijeka nach Oberösterreich. „Ich bin in die Polytechnische Schule gekommen. Ich konnte kein Wort Deutsch, das war die härteste Zeit in meinem Leben“, erinnert sie sich. Mit viel Fleiß lernte sie binnen kürzester Zeit unsere Sprache, die sie mittlerweile perfekt beherrscht. Es folgte eine Lehre als Verkäuferin.

1996 bekam sie ihr erstes Kind, Sohn Asmir. 2002 folgte Tochter Aida. „Zwei Jahre später wollte ich mich bei KOKO um einen Betreuungsplatz erkundigen. Da sah ich zufällig, dass eine Reinigungskraft gesucht wird. Ich habe mich beworben und den Job bekommen“, sagt Enisa, deren Tochter Aida in den folgenden Jahren sowohl die Krabbelgruppe als auch den Kindergarten bei KOKO besucht hat.

Beim Land Salzburg absolvierte sie in dieser Zeit eine Ausbildung zur Helferin und war mehrere Jahre im „Löwenzahn“ tätig. Doch die ehrgeizige Mutter wollte mehr, also begann sie vor drei Jahren die Ausbildung zur Pädagogin am WIFI. „Es war schon anstrengend neben dem Arbeiten, aber es war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich liebe es, mit Kindern zu arbeiten. KOKO hat mich immer unterstützt. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Jetzt steht für Enisa Delic die nächste Herausforderung an. Die Familie übersiedelt noch in diesem Jahr von Salzburg nach Lamprechtshausen, wo sie derzeit mit ihrem Mann ein Haus baut. „KOKO bleibe ich aber natürlich treu“, sagt Enisa mit einem Lächeln.